Stadtrally


"Als ich nach dem Aufstehen meine süße 48m² Wohnung aufräumte, ahnte ich nicht ansatzweise, dass ich 2 Stunden später zum QuasiMono hetze um mir dort einen Namens- Becher zu basteln. Einen Becher also, auf dem mein Name stand und der mir um den Hals gehangen wurde. Was genau damit noch passieren würde, war mit ebenfalls nicht bewusst.
Da standen wir also, eine Gruppe von 29 Leutchen, größtenteils um die 20, aus verschiedenen Nationalitäten und mussten einen Gruppenführer wählen. Sowas fällt wirklich schwer, wenn man die Menschen um sicher herum nicht kennt. Wobei ich mindestens 2 Leute kannte: Vicky und Smüü.
„Macht was kreatives, verrücktes.“ Hieß es dann. Wir sahen uns an und wussten nicht was. Olga, die jetzt unsere Gruppenleiterin war, schlug vor, „Moskau“ zu tanzen, denn es ging um Bonuspunkte. Die Gruppe „Faulheit verpflichtet“ stand dann also im Kreis und tanzte und sang Moskau.
Um uns noch mehr zu ärgern, reichte das aber nicht aus. Also legten wir uns auf den Boden und mit unseren Körpern „OTIWO“, also genau jenes Wort, das uns noch den ganzen Tag und die restliche Woche begleiten würde. „Reicht, 5 Bonuspunkte und einmal Becher auffüllen.“ – mit Sekt oder Bier. Und das morgens um 11.30 Uhr.
Motiviert zogen wir zur nächsten Station weiter. Rätselraten. Die von der kniffligen Sorte. Aber wir schafften auch das mit Bravour und zogen in einer Polonaise weiter zur nächsten Station, die Station der Campus- TV- Leute. Wir tanzten wieder, machten Sport, brüllten und sangen. Wir hockten uns auf den Boden und bildeten ein Tetrisgebilde nach.
So ging’s weiter. Unsere Becher wurden oft aufgefüllt. Wir spielten Rugby, zogen Rennautos, kletterten über Zäune, beschossen uns mit Frisby- Scheiben, ließen uns von mürrischen Studenten vorm Rewe ärgern, verliefen uns, hatten Hunger, aber alles in allem sehr viel Spaß und Alkohol.
Am Staatstheater trafen wir auf die Gruppe vor uns, die sich weniger gut anstellte, als wir es taten, sich aber jedes Mal lautstark äußerte, wenn wir sie wieder einholten.
Ich wurde zu einer Köchin umgestylt, die zusammen mit einer Ärztin aus einem Fahrstuhl geangelt wurde, da unsere Prominente den Strom abgestellt hatte. Wir spielten Improvisationstheater.
Bei einem Spiel, bei dem wir aneinandergestellt einen Ball über unseren Köpfen nach hinten transportieren mussten, während einer unserer Teammitglieder durch unseren Beinen durch krabbelte, unterboten wir den Rekord um 2 Minuten und waren somit die Besten bisher.
Gleiches galt für die Station danach. Nach unserer kleinen Futter- Pause zogen wir uns 80er- Jahre- Bikinis an, posierten in der Fußgängerzone, sammelten Geld und kauften Lotto- Scheine.
Alle Stationen wurden mit Gruppenfotos dokumentiert. Ich hoffe, man kann sie sich irgendwo ansehen.
Danach spielten 16 Leute unserer Gruppe Kreide- Twister, bei dem es darum ging, ans andere Ende des Spielfelds zu kommen, doch das reichte nicht, um gute Punkte zu erzielen, reichte das lang nicht. „Haltet ein Auto an, setzt euch rein und sagt dem Fahrer er solle bis zum Ende der Straße mit euch fahren und hupen!“ Gesagt – getan. 10/5 Bonuspunkte für unsere Gruppe.
An der nächsten Station sah ich dann Andre vom Probestudium wieder. Ich verstand mich damals sehr gut mit ihm. Heute seh ich ihn auch wieder.
An dieser Station ging es darum, mit der eigenen Kleidung 10x 25 Meter auf Folienbahnen zu legen. Wir zogen uns fleißig aus, sogar 9 BHs landeten auf der Folie und ergatterten uns 3 Bonuspunkte. Schaulustige säumten unseren Weg und überließen uns weitere Kleidungsstücke.
Es wurde kalt, wir posierten erneut fürs Foto, holten uns becherweise unseren Belohnungsalkohol ab und zogen lauthals weiter. Nur noch 3 Stationen lagen vor uns: Activity, Bobbycar fahren und „1, 2 oder 3“ mit Fragen zu Cottbus, zur Uni und zum OTIWO- Team.
Nach ca. 7 vollen Bechern Sekt strauchelte ich zum Grill, holte mir mein Würstchen ab, unterhielt mich noch mit meinen Team- Mitgliedern, bekam noch Wodka- Traubensaft in meinen bereits geflickten Becher, lachte und genoss den Abend.
Eine Stunde später, um 22.07 Uhr saß ich betrunken im Nachtbus in Richtung meiner neuen Wohnung.
Ein wunderbarer, wahrlich witziger Tag, bei dem man die anderen Ersties einfach kennenlernen MUSS. Ich habe es selbst jetzt, wo ich am Küchentisch sitze und dies alles nochmal revuepassieren lasse, nicht eine Minute des letzten Tages bereut und freue mich schon auf alles, das heute noch ansteht. "

Vom 6.10.2010 ...
Anni ist weg. am 8.10.10 21:55


Früher, heute, Abschied.



"Dennoch weiß ich, dass da jetzt was ganz neues auf mich zukommt. [...] Und dann kommt auch die Schule. Und ich muss unbedingt gut abschneiden. Ich darf's nicht versauen. Und mal sehen, was dann noch aus mir wird. Wohnung mit Balkon, 2 Zimmer, 3. Stock, Einkaufsgelegenheit im Umkreis von 200 m, zum Beziehen, BITTE! Und gratis dazu noch eine Ausbildung mit Aufstiegschancen. Vorher Abi und Fahrschule. Das wär's. Mehr will ich gar nicht.
Ich sehe schon, das bringt uns nicht weiter. Wie wär's dann mit kleineren Zielen? Z.B.: mal wieder kreativ werden, meinen Laptop bekommen, gute Noten haben, eine schöne Zeit haben.
Nächste Woche werde ich 19. Unfassbare 19. Das ist kurz vor 20. Und ab 20 geht's nur noch bergab. Ich bin schon gespannt, was ich so bekomme. Geld? Wär jedenfalls sowas von gar nicht schlecht.

Ich denke, ich bekomm das hin. irgendwie jedenfalls."


Das war vor ungefähr einem Jahr und einem Monat. Und heute seh' ich, was draus geworden ist. Ich habe mir Ziele gesetzt und sie erreicht. Mal abgesehen davon, dass meine Wohnung im 6. Stock ist und ich nun ein Studium beginne, statt einer Ausbildung.
Dieses Jahr war mein Jahr. Ich habe Abi gemacht, mit 2,3 bestanden (Ja okay, nicht sooo der Renner, aber ich war auch ziemlich faul.), habe noch letztes Jahr meine Fahrschule geschafft, habe meinen Laptop und war kreativ. Und wer mich besser kennt, weiß, dass ich es immer noch so seh, dass es mit 20 nur noch bergab geht.
Ich habe einiges erreicht, geschafft, hinter mich gebracht und nichts bereut. Wobei bei letzterem, naja... nicht wahr, Marco?

Das waren meine Pläne vor einem Jahr. Die von vor einem halben Jahr sahen anders aus. Diese sagten aus, dass ich mich mit Beginn meines neuen Lebens von vielen Menschen verabschiede, sie ignoriere und mich nicht mehr bei ihnen melde. Ich wollte einen großen Schnitt machen, alles hinter mir lassen und nichts mehr an mich ran.
Doch vor einem halben Jahr war meine Situation eine Andere und ich anders eingestellt als jetzt.
Dieser Sommer hat mir gezeigt, was Freundschaft bedeutet, dass sie auch Jahre mit weniger viel Kontakt übersteht und dass ich wirklich unglaublich viele tolle Menschen kenne. Das jetzt alles hinter mir zu lassen, fällt mir schwer. Ich kann euch nicht einfach hängen lassen. Das habt ihr auch nicht getan, als es mir einige Zeit nicht so gut ging.
Ich bin euch dankbar für jeden Abend, den wir in der Havanabar saßen, für jede Nacht, die wir im Kamea getanzt haben, für jede Minute in Lloret de Mar, für jede Sekunde in den letzten Tagen und Wochen, in denen wir miteinander gelacht haben.
Ich ziehe um und gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. So'n standart Spruch, ich weiß. Aber er passt. Er passt genauso sehr zu meiner Situation, wie ihr in mein Leben.

Cottbus ist nicht aus der Welt, meine Lieben. Wir sehen uns wieder. Entweder gleich nächstes Wochenende oder demnächst dann in Dresden. Nicole, wir haben da noch was offen - wie du weißt. (:

Anne, Dir danke ich für alles, was Du für mich getan hast. Für jede Minute, in der Du mich unterstützt hast, mir beigestanden hast, einfach da warst.
Wir sind ein Hoch mit wenig Tiefs. Wir sind einfach wie Arsch und Eimer und uns kann nichts mehr auseinander bringen. Du bist die tollste Freundin dieser Welt und ich würde Dich gegen nichts auf dieser Welt eintauschen. Nichtmal gegen Kartoffeln mit Quark.
Es war so schön mit Dir und es wird so schön mit Dir bleiben.

Danke Danke Danke.

Anni ist weg. am 3.10.10 10:50


Abschiedsparty von Nicole




Am Freitag wurden wir zu Nicoles Abschiedsparty eingeladen. Das war echt ne hammer Party, viele Leute, viel Alkohol und immer wieder die gleiche Musik, aber als der Alkoholpegel auf dem Höchststand war, hat das niemand mehr mitbekommen. Zum Abschied hat Anni ihr ein Freundebuch geschenkt, in dem alle Partygäste einschreiben sollten, da sie ja bald in Leipzig ist. Wir haben dort so viele neue Leute kennengelernt. Also musste ich mich gleich bei Facebook anmelden um sie alle zu adden, muhahaha XD Viel mehr ist dazu eigentlich nicht mehr zu sagen. Es war toll. Nicole wir werden dich vermissen und viel Glück bei deinem Studium <3
Annchen am 28.9.10 18:50


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