Früher, heute, Abschied.



"Dennoch weiß ich, dass da jetzt was ganz neues auf mich zukommt. [...] Und dann kommt auch die Schule. Und ich muss unbedingt gut abschneiden. Ich darf's nicht versauen. Und mal sehen, was dann noch aus mir wird. Wohnung mit Balkon, 2 Zimmer, 3. Stock, Einkaufsgelegenheit im Umkreis von 200 m, zum Beziehen, BITTE! Und gratis dazu noch eine Ausbildung mit Aufstiegschancen. Vorher Abi und Fahrschule. Das wär's. Mehr will ich gar nicht.
Ich sehe schon, das bringt uns nicht weiter. Wie wär's dann mit kleineren Zielen? Z.B.: mal wieder kreativ werden, meinen Laptop bekommen, gute Noten haben, eine schöne Zeit haben.
Nächste Woche werde ich 19. Unfassbare 19. Das ist kurz vor 20. Und ab 20 geht's nur noch bergab. Ich bin schon gespannt, was ich so bekomme. Geld? Wär jedenfalls sowas von gar nicht schlecht.

Ich denke, ich bekomm das hin. irgendwie jedenfalls."


Das war vor ungefähr einem Jahr und einem Monat. Und heute seh' ich, was draus geworden ist. Ich habe mir Ziele gesetzt und sie erreicht. Mal abgesehen davon, dass meine Wohnung im 6. Stock ist und ich nun ein Studium beginne, statt einer Ausbildung.
Dieses Jahr war mein Jahr. Ich habe Abi gemacht, mit 2,3 bestanden (Ja okay, nicht sooo der Renner, aber ich war auch ziemlich faul.), habe noch letztes Jahr meine Fahrschule geschafft, habe meinen Laptop und war kreativ. Und wer mich besser kennt, weiß, dass ich es immer noch so seh, dass es mit 20 nur noch bergab geht.
Ich habe einiges erreicht, geschafft, hinter mich gebracht und nichts bereut. Wobei bei letzterem, naja... nicht wahr, Marco?

Das waren meine Pläne vor einem Jahr. Die von vor einem halben Jahr sahen anders aus. Diese sagten aus, dass ich mich mit Beginn meines neuen Lebens von vielen Menschen verabschiede, sie ignoriere und mich nicht mehr bei ihnen melde. Ich wollte einen großen Schnitt machen, alles hinter mir lassen und nichts mehr an mich ran.
Doch vor einem halben Jahr war meine Situation eine Andere und ich anders eingestellt als jetzt.
Dieser Sommer hat mir gezeigt, was Freundschaft bedeutet, dass sie auch Jahre mit weniger viel Kontakt übersteht und dass ich wirklich unglaublich viele tolle Menschen kenne. Das jetzt alles hinter mir zu lassen, fällt mir schwer. Ich kann euch nicht einfach hängen lassen. Das habt ihr auch nicht getan, als es mir einige Zeit nicht so gut ging.
Ich bin euch dankbar für jeden Abend, den wir in der Havanabar saßen, für jede Nacht, die wir im Kamea getanzt haben, für jede Minute in Lloret de Mar, für jede Sekunde in den letzten Tagen und Wochen, in denen wir miteinander gelacht haben.
Ich ziehe um und gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. So'n standart Spruch, ich weiß. Aber er passt. Er passt genauso sehr zu meiner Situation, wie ihr in mein Leben.

Cottbus ist nicht aus der Welt, meine Lieben. Wir sehen uns wieder. Entweder gleich nächstes Wochenende oder demnächst dann in Dresden. Nicole, wir haben da noch was offen - wie du weißt. (:

Anne, Dir danke ich für alles, was Du für mich getan hast. Für jede Minute, in der Du mich unterstützt hast, mir beigestanden hast, einfach da warst.
Wir sind ein Hoch mit wenig Tiefs. Wir sind einfach wie Arsch und Eimer und uns kann nichts mehr auseinander bringen. Du bist die tollste Freundin dieser Welt und ich würde Dich gegen nichts auf dieser Welt eintauschen. Nichtmal gegen Kartoffeln mit Quark.
Es war so schön mit Dir und es wird so schön mit Dir bleiben.

Danke Danke Danke.

3.10.10 10:50
 


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